„Den Deggendorfern beim Sparen helfen!“

Veröffentlicht am 13.02.2012 in Kommunalpolitik

SPD-Kreistagsfraktion informierte sich an der Berufsschule in Bogen

Straubing-Bogen. (me) Am Montag trafen sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion und Funktionsträger des SPD-Ortsvereins Bogen an der Außen-stelle der gewerblichen Berufsschule Straubing in Bogen. Beängstigende Meldun-gen über dramatische Rückgänge der Schülerzahlen und somit die Gefahr der Auf-lösung der Außenstelle wolle man nicht nur zur Kenntnis nehmen, so Fraktionschef Heinz Uekermann, sondern auch Lösungsansätze eruieren.

Er verwies einleitend auf einen Antrag der SPD-Fraktion bezüglich der Berufsschule an den Landrat vom November letzten Jahres, dessen Eingang bisher nicht einmal bestätigt geschweige denn behandelt wurde, kritisierte Heinz Uekermann. Deshalb sei man vor Ort gegangen, um sich an der Schule selbst über die aktuelle Situation zu informieren. Als Gesprächspartner standen Oberstudiendirektor Johann Dilger und Außenstellenleiter Jo-sef Anzinger zur Verfügung.

Umfassend stellte Johann Dilger die Struktur der Außenstelle Bogen vor. Umfragen bei Ausbildungsbetrieben haben ergeben, dass der Ruf der Schule hervorragend sei. Dies lä-ge einerseits an den guten Pädagogen, die in Bogen unterrichteten, sowie an der hervor-ragenden Ausstattung. In diesem Zusammenhang zollte Johann Dilger den Aufwandsträ-gern großes Lob. Die Schülerzahlen sind in den letzten fünfzehn Jahren insgesamt um 18 Prozent zurückgegangen. Bei der Bau- und Holztechnik müsse man sogar von einem er-heblichen Einbruch sprechen. Hatte man 1996 in diesem Bereich noch 491 Schüler, so waren es 2011 nur noch 117 Auszubildende, was einem Rückgang von 76 Prozent ent-spricht. Die Gründe hierfür seien vielschichtig. Der Referent nannte den strukturellen Wandel und die Auflösung von Schreinereibetrieben als Hauptursachen. Durch Zusam-menlegung von Sprengelbereichen werden die Schulwege immer länger, was ein Auswei-chen der Jugendlichen auf andere Berufe zur Folge hat. Auch die sechsklassige Real-schule hat diese Entwicklung vertieft, wurde in der Diskussion von den politischen Vertre-tern deutlich gemacht. Bogen hat bisher Zimmerer, Schreiner, Metzger und Metzgereiver-käuferinnen verloren, informierte Johann Dilger weiter.

Um die Außenstelle Bogen neu zu beleben sei eine Hausmeisterausbildung angestrebt worden, die aber von den Handwerksinnungen als Eingriff in andere Berufe abgelehnt worden sei. Eine Auslagerung der Anlagenmechaniker nach Bogen, der mit einem Fi-nanzaufwand von rund einer Million Euro verbunden wäre, könne er auch wegen der Schülerzahlen in Straubing nicht verantworten, machte der Schulleiter deutlich. Löcher, die man in Bogen stopfen würde, würden in Straubing neue Löcher aufreißen. Eine her-vorragende Lösung wäre, wenn man den Sprengel für Bauberufe bekäme, da Lehrkörper und Ausstattung optimal darauf ausgerichtet seien. In Deggendorf stehen für diesen Be-reich derzeit äußerst kostenaufwändige Sanierungen an.

Man könne mit diesem Vorschlag zwei Effekte gleichzeitig erreichen, meinte Straßkir-chens Bürgermeister Eduard Grotz. Der Bestand der Außenstelle Bogen wäre gesichert und gleichzeitig könnte man den Deggendorfern eine Menge Geld sparen helfen. Die SPD-Kreistagsfraktion werde sich für diesen Lösungsansatz beim Landrat und beim Straubinger Oberbürgermeister stark machen, nahm Heinz Uekermann die Vorlage auf. Ferner sollte man seiner Meinung nach noch die Auslagerung von Klassen der Berufschu-le II und III nach Bogen prüfen.

Foto:Außenstellenleiter Josef Anzinger (rechts) und Oberstudiendirektor Johann Dilger (stehend) informierten die Besucher über die Lage an der Berufsschule Bogen.

 
 

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