Stellungnahme Johanna Uekermanns zur Landesvertreter*innenversammlung am 11.12.2016 in Nürnberg

Veröffentlicht am 13.12.2016 in Allgemein

Auf ihrer Facebook-Seite schreibt Johanna Uekermann nach der Landesvertreter*innenversammlung:

„Die BayernSPD hat mich heute auf den aussichtslosen Platz 26 der Landesliste gesetzt. Mich ärgert dieses Ergebnis. Ich bin aber vor allem maßlos enttäuscht von der BayernSPD. Noch mehr von den meisten Bezirksvorsitzenden. Trotz Zusagen zur Unterstützung meiner Kandidatur, trotz einem klaren Votum im Landesvorstand für Platz 22, trotz großer Kompromissbereitschaft von Seiten der Jusos, war kein Konsens mit einigen von ihnen möglich.

Eine Landesliste aufzustellen, in der nichts außer Regionalproporz zählt, ist schlicht verantwortungslos. Eine Landesliste aufzustellen, die bekannte und klar profilierte Personen übergeht, ist die falsche Antwort auf die Herausforderungen, die mit der nächsten Bundestagswahl vor uns liegen. Diese Liste ist wieder eine vertane Chance der SPD in Bayern.

Was diese Liste und das Verfahren für mich und mein Engagement für die BayernSPD bedeuten, werde ich mir in den nächsten Tagen überlegen müssen.

An der Stelle deshalb nur so viel: Ich will mich bei allen Jusos, die in den letzten Wochen und Monaten mit mir gemeinsam gekämpft haben, bedanken. Ganz besonders bei Tobias Afsali!

Eure Unterstützung und eure Solidarität hat mir die letzten Wochen den Rücken gestärkt. All das, werd ich euch so schnell nicht zurückgeben können. Aber ich bin enorm dankbar, dass es so viele großartige Leute bei den Jusos gibt. Danke!“

 

Offizielle Pressemitteilung:

FATALES SIGNAL IN BAYERN

Zu dem Ergebnis der Landesvertreterversammlung der BayernSPD erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Johanna Uekermann:

„Die bayerische SPD hat mit der heutigen Listenaufstellung eine Bankrotterklärung abgegeben. In Nürnberg hat sich gezeigt, dass alleine der Regionalproporz zählt und ihm alles andere untergeordnet wird.

Ich habe mich im Vorfeld intensiv um eine Einigung für eine Liste der BayernSPD bemüht. Ich habe mich bereit erklärt, weit nach hinten zu gehen, um amtierende Mandatsträger abzusichern. Alle diese Angebote sind aber von einigen Bezirksvorsitzenden abgelehnt worden. Und das, obwohl mir alle zugesagt haben, meine Kandidatur zu unterstützen.

Auf den Beschluss des Landesvorstands mit 18 zu 9 Stimmen, mich auf Platz 22 zu setzen hat eine Mehrheit der Bezirksvorsitzenden angekündigt, das nicht akzeptieren zu wollen. Heute morgen haben fünf von sieben Bezirksvorsitzenden ihre Delegationen darauf eingeschworen, mich von Platz 22 abzuwählen. Erst daraufhin habe ich mich entschlossen, meine Kandidatur für einen Platz unter den ersten fünf, den von den Jusos Bayern angekündigten Anspruch, anzumelden.

Die BayernSPD hat mit der heutigen Entscheidung ein fatales Signal gesetzt. Sie hat demonstriert, dass es ihr nicht um inhaltliches Profil geht, nicht darum, mit bundesweit bekannten Persönlichkeiten anzutreten und auch nicht darum, die Jusos als Vertreter der Jugend in der SPD auf der Liste zu repräsentieren. Mit dieser Haltung haben gerade die Bezirksvorsitzenden einen großen Schaden angerichtet.“

 
 

JUSO WERDEN!

BayernSPD

Die BayernSPD-Parteischule mit viel Programm BayernSPD-Landtagsfraktion BayernSPD

Besucher*innen

Besucher:37183
Heute:29
Online:1

Shariff

Aktuelle-Artikel