Ausländerbeirat zu Gast bei SPD 60 plus

Veröffentlicht am 05.05.2011 in AntiFa/Migration

Foto: Harry Carsten

Nail Demir: Wir wollen Brücken bauen.

Aus guter Tradition lädt der SPD 60 plus Vorsitzende Fritz Keller nacheinander die in Straubing bestehenden Beiräte ein. Diese erhalten dadurch die Möglichkeit sich vorzustellen, Erfolge ihrer Interessensarbeit aufzuzeigen und Probleme ihrer gesellschaftlichen Gruppe zu benennen, die in der Regel keine starke Lobby besitzen. Diesmal war der „Ausländer- und Migrationsbeirat“ der Stadt Straubing eingeladen, der durch den Vorsitzenden und Referenten Nail Demir und Beirätin Amina Hersi Isse engagiert vertreten wurde. Als weiterer Referent konnte der „Verwaltungsrat für Integration und Migration“ der Stadt Straubing, Stadtrat Peter Stranninger gewonnen werden.

1996 wurde der Verwaltungsrat unter Oberbürgermeister Reinhold Perlak von der Stadt bestellt. Es fehlte noch der Ausländerbeirat, der dann endlich, 2006 in der Stadt eingerichtet wurde.
Peter Stranninger berichtete von den Kulturlotsen, ein Projekt Migranten für Migranten auf gleicher Augenhöhe, es sind Frauen und Männer mit Migrationshintergrund die im Rahmen eines Pilotprojekts (08/2007 – 07/2010) als ehrenamtliche Mediatoren zwischen Schule/Kindergarten und Elternhaus ausgebildet wurden. Die Aufgabenfelder der Ehrenamtlichen ergeben sich aus vier Schwerpunkten: der Kultur-, Mediations-, Eltern und Einzelarbeit. Das überaus erfolgreiche Projekt konnte aufgrund fehlender Anschlussfinanzierung nicht weiter fortgesetzt werden. Trotzdem stehen die Kulturlotsen Nail Demir und Amina Hersi Isse dem Caritasverband bei Bedarf weiterhin als ehrenamtliche Kulturdolmetscher zur Verfügung, so Stadtrat Peter Stranninger.

Peter Stranninger erzählt von den Plänen eines Hauses Kuba, eine Begegnungsstätte, ein Haus der Kultur und Ausbildung im Haus Pfarrplatz 10. Leider, so Stranninger, scheitern diese Pläne bisher an den finanziellen Mitteln der Stadt. Auch im Rahmen der sozialen Stadt wurden die Mittel und Zuschüsse sehr stark gekürzt. Stranninger berichtete von den Planungen eines Familienhauses und lobte viele Vereine, stellvertretend besonders den Boxclub Straubing, der eine sehr gute Jugendarbeit, gerade auch für Migranten, vorweisen kann.
Das Ausländeramt, so Stranninger sieht sich als Dienstleister für Bürger aller Nationen in Straubing.

Der Vorsitzende des Ausländer- und Migrationsbeirats Nail Demir erwähnte die drei geistigen Geburtshelfer, die SPD Stadträte Bernd Uekermann, Peter Stranninger und Wolfgang Pelka, die die über mehrere Jahre dauernde schwere Geburt im Stadtrat erst im dritten Anlauf am 13. März 2006 unter Oberbürgermeister Reinhold Perlak freudig verkünden konnten. Im Ausländerbeirat seien Vertreter von 14 unterschiedlichen Herkunftsländern vertreten, die in Straubing die Interessen von Ausländern und Migranten aus zur Zeit 97 Herkunftsländern vertreten sollen. Nail Demir zeigte die umfangreichen Aufgaben dieses Beirats auf, zum Beispiel die „Förderung integrativer Projekte und Veranstaltungen“ und „Förderung der Interessen der in Straubing lebenden 3 300 Ausländer“, die mit einem Budget anfangs knapp über 100 €, jetzt knapp über 1000 € nicht zufriedenstellend zu erfüllen waren und seien.

In der Diskussion wurde festgestellt, dass die Ausländer und Migranten ihre Veranstaltungen nicht integrativ sondern eher herkunftsbezogen durchführten. Darum wurde von Diskussionsteilnehmern gefordert, dass Straubinger Institutionen diese integrativen Veranstaltungen durchführen sollten. Da es sich um eine SPD 60 plus Veranstaltung handelt, wurde der noch zu errichtende echte Seniorentreff ins Gespräch gebracht, der hier sicherlich einen gewichtigen Beitrag leisten könnte. Auch echte Ganztagsschulen seien sehr gut, besonders für Migrantenkinder, so 60plus-Vorstandsmitglied Harry Carsten. An der zukünftigen Gestaltung an einem „Wegweiser für Migranten“, will der Beirat mitarbeiten.

Nail Demir will Brücken bauen und im Dialog mit dem Rathaus genauso wie zu allen Ausländern und Migranten aus allen Nationen stehen. Nail Demir zeigte auf, dass Referenten zu den unterschiedlichsten Themen eingeladen worden seien, zum Beispiel ein Rechtsanwalt, der dem Beirat aus aktuellem Anlass Rechts-Informationen bei Diskriminierung ausländischer Jugendlicher in Diskotheken gegeben habe. Auch biete der Ausländerbeirat monatlich zweimal mehrsprachige Sprechstunden im Rathaus an, die gerne angenommen werden.

Bildbeschreibung von links:

Foto: Harry Carsten
SPD 60plus Vorsitzender Stadtrat Fritz Keller, Stadträtin Gertrud Gruber, Vorstandsmitglied 60plus Harry Carsten, Ausländerbeirätin Amina Hersi Isse, Ausländerbeiratsvorsitzender Nail Demir, SPD Unterbezirks- und Kreisvorsitzender, Bürgermeister Heinz Uekermann.

Auf dem Bild fehlt:
Verwaltungsrat für Integration und Migration der Stadt Straubing, Stadtrat Peter Stranninger.

 
 

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